Jagdliches


Heiße Herbstprüfung 2010

Erstmals in der Geschichte des ÖJSpK fand am 22.8.2010 in einem großzügigen und landschaftlich abwechslungsreichen Revier bei St. Pölten, NÖ, ein Prüfungstag statt, an dem 4 verschiedene Spanielrassen - English Cocker, English Springer, Welsh Springer und ein Irish Water Spaniel - Lola - teilnahmen! Bei über 30° wurde Hunden und Führern alles abverlangt! Eine tolle Leistung von der Revierleitung, dem Richterkollegium, allen Helfern und natürlich den Hunden und Hundeführern wurde geboten! Und wer's diesmal nicht geschafft hat, kommt gerne zur nächsten Prüfung wieder!

Jagdlicher Übungstag

Am 11. 9. 2010 nutzen Günter und Ingrid die Gelegenheit, mit Lola, Abby und Angus im landschaftlich reizvollen Mittelgebirgsrevier des Ehepaars Nikoll am Fuße von Schneeberg und Rax zu trainieren. Nach der Theorie im Gasthaus Rauraklalm ging es in die Ländereien des Chorherrenstifts Klosterneuburg, um das Erlernte auf Wiese, Wald und Flur sowie im reichlich vorhandenen kristallklaren Gebirgswasser zu erproben. Am Nachmittag kam es zu einer Begegnung mit etwas größeren Vierbeinern: Einige Stücke Weidevieh überwanden eine Stacheldrahteinzäunung und wollten unseren Hunden unbedingt bei der Stöberarbeit helfen - wir haben alle die Flucht angetreten - Ingrid gar auf dem Hosenboden! Der lustige Abschluß in der Rauraklalm beendete einen schönen Tag!

Windige Herbstprüfung

Vom 8. bis 10 Oktober fand im Genossenschaftsrevier Seekirchen am Wallersee, Salzburg, eine Jugend-, Anlagen- und Schweißergänzungsprüfung statt. Günter und Ingrid waren mit den drei IWS dabei, Ingrid als noch nicht-Jägerin vor allem um sich diese Prüfungen einmal anzusehen. Bei der Prüfung haben die IWS leider nicht bestanden, obwohl Lola auf der Schweißfährte super war, doch es war eine sehr lehrreiche Erfahrung und nächstes Mal machen wir es besser! Vor allem kommt Ingrid dann als frisch gebackene Jungjägerin!


Jagdlicher Übungstag

Zehn Spaniels der Rassen English und Welsh-Springer sowie als Premiere erstmals auch eine Irish-Water-Hündin (Lola) nutzten am Sonntag dem 2. September 2007 die Gelegenheit, sich im gut besetzten Niederwildrevier Goldgeben bei Stockerau, NÖ, auf die Herbstprüfung am 6. Oktober einzustimmen.

Gearbeitet wurde meist in mehreren Gruppen in den Fächern der Jugend- und Anlagenprüfung und der Erweiterten Anlageprüfung.

Das gepflegte 600-Hektar-Revier bot praktisch alles- bis hin zu einem riesigen Schotterteich mit Schilfgürtel, wo die Hunde mit Begeisterung ihre Wasserfreude ausleben konnten.

Unser bewährter Leistungsrichter Rupert Taberhofer kam eigens aus Mürzzuschlag, um sein Wissen und seine Erfahrung an die Hundeführerinnen und Hundeführer weiterzugeben und wurde von den erfahreneren Teilnehmerinnen und Teilnehmern tatkräftig unterstützt.

Revierleiter Herbert Weinlinger sorgte für die richtigen Plätze, um den Hunden auch ausreichende Gelegenheit zur Arbeit an der Hasenspur bieten zu können und das Team der LG NÖ um Obmann Franz Reisner löschte an diesem sonnigen Spätsommertag so manche durstige Kehle. Vizepräsident Dr. Rudi Parzer kümmerte sich wie immer um zu spät gekommene und Verlorengegangene und konnte gemeinsam mit Organisator und Jagdreferent Mag. Heinz Nikoll erfreut feststellen, dass ganz besonders die jüngsten unter den Hunden bereits erkennbares Engagement für eine künftige Karriere als tüchtige Jagdbegleiter zeigten.

Ein Dank allen Teilnehmern für Einsatz, Disziplin und gute Stimmung, sowie viel Erfolg den Hunden und ihren Führerinnen und Führern bei den nächsten Prüfungen und in der Praxis.

Mag. Heinz Nikoll
in pro spaniel November 2007


Herbstprüfungen am 20. September 2008

Nicht ganz so gut wie noch zwei Wochen davor am Übungstag in der Steiermark meinte es der Wettergott mit den Teilnehmern an den Herbstprüfungen, die diesmal in der Nähe von Stockerau stattfanden. Fast winterliche Temperaturen, Regen und starker Wind machten das Prüfungsgeschehen nicht gerade zum Vergnügen. Dennoch stellten sich fünf Hunde der Rassen ESS, WSS und IWS mit ihren FührerInnen den anspruchsvollen Aufgaben von Jungend-, Anlagen- und Erweiterter Anlagenprüfung. Der einzige Kandidat für die Vollgebrauchsprüfung zog seine Meldung zurück, um die Vorbereitungen für diese schwierige "höchstwertige" Prüfung noch bis zum nächsten Jahr zu vertiefen. Das Richterkollegium mit Prüfungsleiter Rupert Taberhofer und Stellvertreter Walter Moser sowie Mf. Emmerich Spann – alle vom ÖJSpK – und der tschechischen Gastrichterin Mag. Klara Tydlitova gab sein bestes, um bei Wahrung aller Erfordernisse der Prüfungsordnung jedem Hund die Chance zu ermöglichen, seine Anlagen bzw. Fähigkeiten erfolgreich nachzuweisen. Das Ergebnis war überwiegend äusserst erfreulich: Bis auf die EAP (die angetretene Hündin stieg nach lauter positiven Leistungen beim zuletzt geprüften Fach, einem so genannten „Sperrfach“, ohne dessen erfolgreiches Absolvieren ein positiver Gesamtabschluss nicht möglich ist, leider aus) konnten alle Prüfungen mit ersten, zweiten oder dritten Preisen beurteilt werden. Als Premiere in Österreich konnte erstmals auch einer IWS-Hündin ein postives Zeugnis einer bestandenen Anlagenprüfung überreicht werden. Für das leibliche Wohl während des Prüfungsgeschehens sorgte in bewährter Weise die Landesgruppe Niederösterreich mit Obmann Franz Reisner, der gleichzeitig auch als "Fotoreporter" im Einsatz war, und der "Feldküchenspezialistin" Gabi Parzer. Der Dank des Jagdreferenten gilt auch für diesen Tag den Revierleitungen, den Helferinnen und Helfern sowie allen Teilnehmern, die durch ihre Disziplin zu einem erfolgreichen und vor allem auch völlig störungs- und unfallfreien Prüfungstag beitrugen.

Die F.C.I. Stöberhundkomission

Um 1970 machte es sich die Stöberhundkomission zur Aufgabe, für Spaniels eine Prüfungsordnung zu schaffen, die im internationalen Wettbewerb verbindlich das Erreichen der Titel "Internationaler Schönheitschampion" und "Internationaler Arbeitschampion" ermöglichte. Ausgangspunkt war, dass es - wie auch heute noch - Länder gab, in denen der Spaniel als spurlauter Stöberhund gefordert wurde (Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechoslowakei, Jugoslawien), und die anderen Länder, in denen nach einer Field-Trial-Ordnung geprüft wurde, in der das Lautgeben bei der Arbeit disqualifizierte. Es gelang, einen Kompromiss zu finden, der im "Regelment A" für die Länder, die den lauten Stöberhund nicht wollten und im "Regelment B" für die Länder, die den Spurlaut des Spaniels als unverzichtbar forderten, bestand und 1978 in Kraft trat.

Es wäre schön, wenn in naher Zukunft die Wasserhunde der FCI Gruppe VIII Sektion 3 eine eigene PO hätten. Wir werden daran tatkräftig mitarbeiten.

 

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Anlagenprüfung 20.9.2008 in Goldgeben NÖ
II b Preis mit 111 Punkten:

 

Richterbericht:

Lola fing die Prüfung mit viel Glück an. Direkt vor ihr am Rande des Rübenfeldes sprang ein Hase auf. Sie folgte dann der Spur (stumm) und mit viel Passion, sie musste dabei einen Zaun umlaufen, fand die Spur auf der Wiese hinter dem Zaun aber sofort wieder und folgte ihr entsprechend lange, womit sie in den Fächern Spurwille und Spursicherheit mit der Note 4 bewertet werden konnte.

Auf den Schuss reagierte sie zwar nicht ängstlich, aber wollte sich nicht richtig von ihrem Führer lösen und bekam deshalb die Note 3. Beim Stöbern löste sie sich von ihrem Führer dann aber auch nur sehr ungern und machte den Eindruck, sie weiss gar nicht, warum sie sich von dem Herrchen lösen sollte. Anlage zum Stöbern als auch Jagdfreude wurden deswegen mit der Note 2 bewertet. Die Nase konnte auch nur mit Note 3 bewertet werden. Die ganze Zeit zeigte Lola die beste Führigkeit (Note 4) und beim Schwimmen im Teich, überzeugte sie uns alle, dass sie ein typischer Vertreter der Rasse Irish Water Spaniel ist. (Note 4).

Noten: 3 4 4 2 4 2 4 3 . Stumm.