Lola der Therapiehund


Vor fast genau einem Jahr habe ich , "Gloris z Rohateckych luk", genannt Lola, mit meinem Besitzer Günter Wonisch die Ausbildung und Prüfung zum Therapiehunde-Team absolviert. Bei mir wurde der Gehorsam (Bgh1), und die praktische Arbeit in Institutionen geprüft, sowie eine Unbefangenheits- und Belastbarkeitsüberprüfung durchgeführt. Günter musste in einer schriftlichen und mündlichen Prüfung sein erforderliches Fachwissen nachweisen.

Seitdem sind wir zweimal in der Woche auf einer Gerontopsychiatrischen Abteilung der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz und im Senioren Pflegewohnheim in Gössendorf bei Graz im "Therapie-Einsatz". Wir werden immer schon freudig erwartet und die Patienten dürfen mich ausgiebig streicheln, bürsten und liebkosen. Mit speziellen Übungen versuchen wir die Feinmotorik der Patienten zu fördern. Weiters machen wir Gedächnisübungen und Übungen zur Körperwahrnehmung. Unsere Besuche fördern die Kommunikation und schenken auf diese Weise Lebensmut und Lebensfreude. Zum Schluss werde ich immer mit tollen Leckerlis verwöhnt und gehe "hundemüde", aber mit vollem Magen nach Hause.

Sei 1.Jänner 2007 gibt es im Steirischen Hundesport Klub die Sektion Therapiehunde, wo die Möglichkeit zur Ausbildung zum Therapiehunde-Team besteht. Wir sind auch Mitglieder dieser Sektion und freuen uns über jedes neue Team.

Lola und Günter



Therapiehunde Steiermark

Welpen und Junghunde werden bei dieser Ausbildung spielerisch und sanft mit allen Dingen vertraut gemacht, mit denen ein Therapiehund später zu tun hat. Die soziale und emotionale Intelligenz des Hundes wird durch Spielen mit Artgenossen gefördert. Wichtig ist auch das Vertiefen der Bindung zwischen Welpen und Hundeführer. Der Hundebesitzer lernt, die Signale seines Welpen zu erkennen und zu deuten. In neuen Situationen kann er so seinem Hund weiterhelfen und ihn unterstützen. Diese Erfahrungen sind für das weitere Hundeleben sehr wertvoll. Jeder gesunde Hund, der gut stressbelastbar und verträglich mit Artgenossen ist und ein sanftes, menschenfreundliches Wesen besitzt, kann zum Therapiehund ausgebildet werden. Die Ausbildung erfolgt ausschließlich über positive Verstärkung und legt großen Wert darauf, dass der Hund freudig und freiwillig mitarbeitet. Die Hundeführer lernen die Calming Signals, die Kommunikations- und Beschwichtigungssignale der Hunde zu lesen, damit eine optimale Zusammenarbeit zwischen Hund und Hundeführer gewährleistet ist. Die Trainer absolvieren regelmäßige Weiterbildungskurse und sind immer auf dem neuesten Stand der kynologischen Forschung. Die ausgebildeten Teams arbeiten in verschiedenen sozialen Einrichtungen wie Senioren- und Pflegeheimen, Schulen, Kindergärten und Krankenanstalten. Der Hund wirkt dabei als sozialer Mediator. Überaktive Menschen werden ruhiger, stille Menschen werden aus ihrer Isolation geholt und das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Grob- und Feinmotorik werden geschult und durch Berührungen des warmen, weichen Hundefells wird Wärme, Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Sollten Sie sich für diese Arbeit interessieren, kontaktieren Sie uns unter dem entsprechenden link.