Irish Water Spaniel


Mensch und Hund - Die Geschichte der Hundehaltung

Ob nun der Mensch auf den Wolf kam oder der Wolf auf den Menschen, ist heute nicht mehr nachvollziehbar.

Fest steht, dass vor mehr als 10 000 Jahren eine ganz besondere Beziehung zwischen ihnen entstand, für beide Seiten große Vorteile brachte: Der Wolf schützte den Menschen vor anderen Wildtieren und begleitete ihn auf der Jagd, im Gegenzug dafür erhielt er Nahrung und einen geschützten Schlafplatz.

Als sich am Euphrat und Tigris die ersten Hochkulturen bildeten, wuchsen auch die Anforderungen an die vierbeinigen Begleiter - nicht mehr nur die Jagd stand im Vordergrund, auch der Schutz des Heimes und der Viehherden wurde zu einer neuen Aufgabe der Hunde.

Die Ägypter setzten Hunde bei der Jagd und im Kampf ein, auch als treue Begleiter wurden sie sehr geschätzt: Lange war es in ägyptischen Familien üblich, sich nach dem Tod des Haushundes zum Zeichen der Trauer den Kopf kahl zu scheren.

Die Römer waren vermutlich die ersten, die begannen, Haustiere systematisch zu züchten. Große Hunde wurden gern als Wachhunde verwendet oder bei Tierkämpfen in der Arena. Ab dem 2. Jahrhundert vor Christus erfreuten sich kleine Hunde immer größerer Beliebtheit. Auch im Krieg wurden Hunde eingesetzt, am Land begleiteten sie reiche Bürger bei der Jagd.

Die Germanen und Kelten setzten den Hund bei der Jagd, bei kriegerischen Auseinandersetzungen und als Beschützer ihrer Rinderherden ein. In der nordischen Mythologie wird Gott Odin von zwei Wölfen begleitet, der Hund Garm bewacht am Fluss Gjöll den Eingang zur Unterwelt.

Auch die Ureinwohner Amerikas werden seit Jahrhunderten von Hunden begleitet - ob diese den Menschen in der letzten Eiszeit über die Behringstraße nach Amerika gefolgt sind oder auch hier Wölfe gezähmt wurden, ist allerdings unklar.

Im mittelalterlichen Wien wurden kaiserliche Jagdhunde gehalten, die in Rüdenhäusern untergebracht waren. Die Bauern und Müller hielten sich Hunde als Zugtiere oder Rattenfänger, öffentliche Gebäude wurden von sogenannten "Diensthunden" bewacht.

Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden erste Tierschutzvereine und -häuser in Wien. Durch die Industrialisierung und die starke Landflucht wurde - um sich ein Stück Natur zu bewahren oder als Trostspender in schwierigen Lebenssituationen - die Heimtierhaltung für die Stadtbevölkerung immer wichtiger.

Diese Entwicklung setzt sich bis heute fort, vor allem aus den Großstädten ist der Haushund als sozialer Partner nicht mehr wegzudenken - seine positive Wirkung auf das menschliche Gemüt wurde in den letzten Jahren vermehrt erforscht und wissenschaftlich bestätigt.

Neueste Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen mit Hunden oft glücklicher und gesünder sind, allein das erforderliche "Gassi-gehen" bringt mehr Fitness sowie neue soziale Kontakte und hilft, einen oftmals stressigen Alltag zu bewältigen. Tiere im Haus sorgen erwiesenermaßen für emotionales Wohlbefinden und unterstützen bei der Bewältigung seelischer Probleme, sie stärken das Immunsystem und helfen nachweislich bei Bluthochdruck.

Hunde in der Familie begünstigen die emotionale, kognitive und auch körperliche Entwicklung von Kindern und wirken lebensverlängernd auf alte Menschen. Da der Hund über einen sehr starken Aufforderungscharakter verfügt, regt er uns zum Spielen und zum Lachen an und sorgt so für eine Freisetzung von Glückshormonen (Endorphine).

Für viele Menschen ist der Hund ein wichtiger Gesprächspartner. Äußerst sensibel Körpersignale, Stimme und Körpergeruch wahrnehmend, ist er als Rudeltier gut in der Lage, die Stimmung seines Begleiters zu interpretieren und darauf adäquat zu reagieren. Der Hund zeichnet sich durch Loyalität, Stabilität und vorbehaltlose Zuneigung zum Menschen aus, er akzeptiert seinen Halter als Rudelführer und sorgt so auch für ein gesteigertes Selbstwertgefühl.

Hunde sind äußerst kommunikative Lebewesen, die uns durch Laute, Mimik und Körperhaltung sowie eine Kombination dieser Ausdrucksformen einiges mitteilen können und wollen.

Die Hundesprache folgt dabei einfachen Gesetzen , die leicht zu interpretieren sind: Tiefe Laute sind bedrohlich, hohe Laute signalisieren Unterwürfigkeit. Wichtig ist auch die Körperhaltung - aufrecht, mit aufgestellter Rute zeigt der Hund Selbstvertrauen, eine geduckte Haltung mit der Rute zwischen den Hinterbeinen bedeutet das Gegenteil. Mit seiner Rutenhaltung kann der Hund verschiedene Gemütslagen ausdrücken, Schwanzwedeln etwa bedeutet nicht immer freudige Erregung. Weiters verfügt der Hund über ein großes Repertoire an sogenannten "Calming Signals" (z. B. blinzeln, kurzes Lecken der Lippen, usw.), um aggressives Verhalten abzuschwächen.

Ihre schnelle Anpassungsfähigkeit und ihre Begabung zur Nachahmung lassen Hunde ganz außergewöhnliche Leistungen erbringen. Ein gutes Beispiel dafür ist der berühmte Border Collie "Rico", der am Max Planck Institut über 200 Begriffe erlernte, was zudem ein sehr ausgeprägtes Sprachverständnis der Vierbeiner belegt, das sonst nur bei Kleinkindern zu finden ist.

Augen auf beim Welpenkauf:

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Seit Jahrtausenden begleitet er uns, und für jeden Zweibeiner findet sich auch der passende Vierbeiner. Wichtig ist, bei der Wahl eines Hundes nicht nur auf das optische Erscheinungsbild zu achten. Viel wichtiger ist, auf die Bedürfnisse der einzelnen Hunderassen Rücksicht zu nehmen. Wenn Sie selbst nicht besonders sportlich sind, dann werden Sie mit einem lauffreudigen Hund nicht viel Freude haben - und das Tier mit Ihnen schon gar nicht.

Aus Tierschutzgründen empfehlen wir allen Interessierten auch Tierheime zu besuchen. Jedes Jahr verlieren tausende Hunde ihr Zuhause - Rassehunde ebenso wie herzige Mischlinge. Die meisten Tierheime bieten die Möglichkeit, den künftigen Partner mit der kalten Schnauze in Ruhe kennenzulernen. Bei Spaziergängen findet man schnell heraus, ob die Chemie stimmt.

Wenn es aber nun ein Rassewelpe sein soll, ist es wichtig, auf folgende Punkte zu achten: Kaufen Sie niemals einen Hund aus dubiosen Quellen. Dazu zählen auch Zoofachhandlungen, Internetverkäufe, Zeitungsannoncen, Tiermärkte oder sogenannte "Parkplatzverkäufe". Diese Tiere stammen sehr oft aus widerlichen Zuchtanstalten unserer östlichen Nachbarländer. Wenn es um Gewinn geht, kennen viele Menschen keine Skrupel - und Hundehändler zählen zu den Großverdienern!

Die Tiere sind aufgrund kaum beschreibbarer Zustände in diesen Zuchtfabriken krank, verstört, wenig bis gar nicht sozialisiert, und die Impfpässe und Papiere sind unvollständig oder gefälscht. Das Geld, das Sie beim Kauf sparen, werden Sie mit Sicherheit in Behandlungskosten bei Tierärzten oder Hundetrainern investieren müssen. Um nun einen gesunden Rassewelpen zu kaufen und dabei auch noch mitzuhelfen, den unmenschlichen Züchtern die Existenz zu erschweren, wenden Sie sich bitte an einen österreichischen Hundezüchter.

Dessen Seriosität können Sie an folgenden Punkten erkennen:

Die Zucht ist auf eine, maximal zwei Rassen beschränkt.

Die Zucht ist so klein, dass alle Tiere einen ständigen Familienanschluss haben.

Die Mutter der Welpen ist anwesend und reagiert auf Ihren Besuch weder gereizt noch aggressiv.

Die Welpen sind lebhaft, neugierig und befinden sich in einer sauberen, geruchsfreien Wurfkiste bzw. Welpenauslauf.

Sie können in sämtliche Unterlagen der Elterntiere Einsicht nehmen.

Der Züchter ist am Wohlergehen der Welpen interessiert und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite

. Der Züchter bleibt auch dann freundlich, wenn Sie durchblicken lassen, dass Sie heute auf keinen Fall einen Hund mitnehmen möchten.

Der Züchter vereinbart ein Rückkaufrecht, damit im Falle von Problemen das Tier nicht in einem Tierheim landet.

Die Welpen sind bei Abgabe mehrfach entwurmt , geimpft und gechipt.

Helfen Sie bitte mit, Tierleid zu verhindern und unseren besten Freunden auf vier Pfoten mit Respekt zu begegnen!

Die Aufgaben des Hundes im Wandel der Zeit:

Der Haushund ist ein Tier, das sich in einem bestimmten Sozialverband schnell und gut zurecht finden kann. Diese Anpassungsfähigkeit begründet auch seine außergewöhnlichen Leistungen und seine Dienste an uns, die er seit Jahrtausenden leistet. Zu seinen ursprünglichen Aufgaben als Jagdbegleiter, Wachhund, Hirtenhund oder einfacher Weggefährte sind in den letzten Jahren sehr wichtige hinzugekommen: Die naturgegebene Geschicklichkeit des Hundes und sein außergewöhnlicher Geruchssinn werden von der Rettung, der Polizei, dem Katastrophenschutz oder dem Zoll gerne und viel in Anspruch genommen.

Die große Freundschaft zum Menschen und seine Sensibilität gegenüber Stimmungen werden außerdem vermehrt bei Therapien mit zum Beispiel schwer zugänglichen Menschen eingesetzt, bei der Arbeit mit Kindern oder körperlich beeinträchtigten Personen. Auch dafür sind intensive Ausbildungen der Hunde notwendig, bei denen jedoch immer Spaß an der Arbeit und das Spiel im Vordergrund stehen.

Detektivisch und wachsam - der Diensthund:

Diensthunde werden weltweit vor allem bei der Polizei, beim Zoll und beim Militär eingesetzt. Für diese Aufgaben werden meist der Deutsche und der Belgische Schäferhund, der Rottweiler und ähnliche Rassen herangezogen. Die Ausbildung dauert in etwa zwei jahre, nach ca. zehn Jahren Dienst erreicht der Diensthund seine wohlverdiente "Pension".

Zum Einsatz kommt vor allem der stark ausgeprägte Geruchssinn des Hundes, der bei der Suche nach Personen, Suchtmitteln, Waffen oder Sprengstoff große Dienste leistet. Der Personenschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Geschickt und ausdauernd - der Rettungshund:

Trotz modernster Technik ist bei Katastrophen oder Lawinen ein gut ausgebildetes Rettungshundeteam unersetzlich. Der außergewöhnliche Geruchssinn des Hundes macht es möglich, mit wenig Personal große Gebiete abzusuchen.

Das aus seinem Rettungshund und seinem Trainer bestehende Team wird bei Fährtensuchen, Trümmersuchen, Lawinensuchen, Leichenortungen und Wasserrettungen eingesetzt. Grundvoraussetzungen für eine Ausbildung zum Rettungshund sind Freude an Bewegung und am Lernen sowie ein freundliches Wesen gegenüber Menschen und anderen Artgenossen.

Die Ausbildung ist aufwändig und sehr zeitintensiv, oft werden die Hunde auf bestimmte Einsatzarten spezialisiert wie zum Beispiel Wasserrettung.

Es werden keine bestimmten Rassen bevorzugt, jedoch sind zu große bzw. zu kleine Hunde nicht geeignet, da diese Probleme in schwierigem Gelände haben könnten.

Stoisch und hilfsbereit - der Assistenzhund:

Assistenzhunde bedeuten für Menschen mit körperlicher oder psychischer Einschränkung eine große Erleichterung und zusätzliche Unabhängigkeit. Zu den Assistenzhunden, auch Partner- oder Hilfshunde genannt, gehören zum Beispiel Blindenführhunde, Behindertenbegleithunde, Diabetikerwarnhunde oder Gehörlosenhunde. Sie warnen ihre Besitzer vor Gefahren, hohlen bestimmte Gegenstände, bedienen Lichtschalter oder Aufzüge, tragen Taschen, helfen beim An- und Ausziehen oder bedienen im Ernstfall den Notruf.

Die Ausbildung zum Assistenzhund ist eine sehr umfassende. Bereits mit einem Monat wird der junge Hund-Azubi an alle möglichen Situationen gewöhnt. Rummel, Einkaufscenter, lärmende Schulklassen, Bauernhöfe - der spätere Assistenzhund soll sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen.

Freundlich und sensibel - der Therapiehund:

gestoßenen Tieren ein neues Zuhause zu geben. Wer sich aber für einen Rassewelpen entscheidet.

Bei ihrer Ausbildung lernen sie unter anderem bestimmte Lecktechniken (z. B. zur Beruhigung aber auch zur Aktivierung) oder das Erkennen von Stimmungsschwankungen. Anders als der Assistenzhund verbleibt der Therapiehund bei seinem Trainer, mit dem er als Team gezielt in Spitälern, auf Krebs- und Demenzstationen, Kinderkliniken usw. eingesetzt wird.

Lebenslange Partnerschaft - wie finde ich den richtigen Hund?

Bei der Anschaffung sollte man nicht unbedingt auf äußere Merkmale achten, viel wichtiger sind bestimmte Charakter- und körperliche Eigenschaften, die mit der Lebensweise des Hundehalters in gutem Einklang stehen.

Tausende Hunde, Rassehunde wie Mischlinge, landen jährlich in Österreichs Tierschutzhäusern - angehende Tierhalter haben dort die Möglichkeit, ihren zukünftigen Vierbeiner in Ruhe kennenzulernen und ausgestoßenen Tieren ein neues Zuhause zu geben. Wer sich aber für einen Rassewelpen entscheidet, sollte sich unbedingt an einen renommierten, österreichischen Zuchtverband wenden (www.öekv.at) und sich persönlich von einer guten und liebevollen Haltung der Hunde überzeugen - und unter keinen Umständen Internet- und Parkplatzverkäufen vertrauen. Auch ein Kauf über Zoofachgeschäfte ist strikt abzulehnen.

Hundeerziehung: Nicht der Hund ist verantwortlich für ein gutes Miteinander von Tier und Mensch, sondern der Hundehalter. Das Motto "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" gilt auch für Hundekinder, denn eine bereits im Welpenalter erfahrene, gute Erziehung sorgt für ein harmonisches Miteinander und für die Sicherheit von Hund und Mensch.

Zumindest Grundkommandos wie "Sitz", "Platz" oder "Hier" sind unabkömmlich. Die größten Efolge werden mit spielerischen Methoden auf der Basis von Belohnungen erzielt. Wichtig ist dabei, dass Leistung und Belohnung unmittelbar aufeinander folgen. Für wenig erfahrene Hundehalter ist eine Welpenschule empfehlenswert.

Generell gilt: Ein Hund benötigt eine klare Rangordnung, wobei der Mensch unbedingt die Position des Rudelführers übernehmen soll, der auch den Zeitpunkt für Fütterung oder Spaziergang bestimmt.

Die richtige Hundehaltung - Tipps und Tricks:

Die besten Voraussetzungen für einen glücklichen und gesunden Hund sind ausreichende Bewegung, eine artgerechte Ernährung, Zuwendung und ein ausgeglichener Besitzer.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Hundehaltung ist die entsprechende Pflege. So sollte das Fell besonders bei langhaarigen Hunden entsprechend gebürstet und auf Hundeshampoo möglichst verzichtet werden, da dieses den natürlichen Schutz des Fells gegen Nässe und Kälte stört. Auch Augen, Ohren und Zähne sind wichtige Indikatoren für die Gesundheit des Hundes. Leichten Irritationen von Augen oder Ohren kann der Hundehalter durch Augentrosttee bzw. durch vorsichtiges Reinigen des äußeren Ohrs (Achtung: Keine Wattestäbchen!) - wenn das nicht hilft, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Ochsenziemer, getrocknetes Fleisch und Dentastix zu nagen hilft dabei, Zahnsteinbildung am Gebiss zu verhindern.

Der Hundehalter sollte ein guter Beobachter sein und auf die Zeichen des Hundes entsprechend reagieren.

Fiebert der Hund, so bekommt er warme Ohren, eine trockene Schnauze und einen matten Blick. Oft kurieren sich die Tiere selbst aus, indem sie sich auf eine kühle Unterlage legen und ruhen. Der Besitzer muss für genügend frisches Trinkwasser sorgen. Hohes Fieber erfordert unbedingt den Tierarzt.

Übermäßiger Haarausfall bei Hunden ist zumeist auf eine Mangelernährung zurückzuführen, starkes Kratzen ist oft ein Zeichen von Flohbefall. In diesem Fall helfen Flohshampoo oder Spot-on-Präparate und die gründliche Reinigung von Korb und Hundedecke.

Gesetzliche Grundlagen:

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)

Wer sich in Österreich zu einem Hund entschließt, muss bestimmte gesetzliche Mindestanforderungen erfüllen. Es muss unter anderem darauf geachtet werden, dass ein Hund mindestens einmal täglich genügend Auslauf bekommt. Wird zu diesem Zweck ein Maulkorb angelegt, soll dieser luftdurchlässig sein und dem Vierbeiner das Hecheln und Trinken ermöglichen. Hunde, die in Wohnungen gehalten werden, müssen mehrmals täglich hinaus, um ihr Geschäft verrichten zu können. Der soziale Kontakt zu Menschen ist für das Tier sehr wichtig, auch muss der Hundehalter für die Pflege und Gesundheit des Hundes Sorge tragen, in entsprechend füttern und ausreichend Trinkwasser zu Verfügung stellen. Werden Hunde in geschlossenen Räumen gehalten, sind ausreichend Tageslicht und Frischluft sowie Sauberkeit und eine für das Tier angenehme Zimmertemperatur Grundvoraussetzungen. Hunde im Freien benötigen eine Hundehütte, die trocken und sauber gehalten sowie der Größe des Tieres angepasst werden muss.

Die Zuständigkeit für Tiergesundheit und allgemeinen Tierschutz liegt in Österreich beim Bundesministerium für Gesundheit (www.bmg.gv.at).

Die Regelung für den "Hundeführerschein oder "Sachkundenachweis" sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Wien wie in Niederösterreich erfordert die Haltung von so genannten "Kampfhunden" einen solchen Nachweis, in Salzburg müssen sich Hunde, die durch gesteigerte Aggressivität auffallen, einem Wesenstest unterziehen. In Oberösterreich muss jeder Hundebesitzer einen zweistündigen Theoriekurs belegen, in der Steiermark nur diejenigen, die sich zum ersten Mal für einen Hund entscheiden. Während im Burgenland, in Kärnten und Tirol noch keine verpflichtenden Prüfungen und Kurse für Hunde eingeführt wurden, verlangt die "Vorarlberger Kampfhundeverordnung" bereits seit 1992 von allen Besitzern solcher Hunderassen eine entsprechende Bewilligung. Eine österreichische Liste der Kampfhunderassen ist unter www.hundefuehrerschein.com zu finden.

Seit 30. Juni 2008 besteht in Österreich überdies die Pflicht, Hunde mithilfe eines Mikrochips zu registrieren. Dieser Chip muss bis zum dritten Lebensmonat vom Tierarzt eingesetzt werden, die Kosten hierfür hat der Hundehalter zu tragen. Dieser Mikrochip dient auch der Zurückführung von entlaufenen oder ausgesetzten Hunden.

Maulkorb- und Leinenzwang bestimmen die einzelnen Gemeinden, prinzipiell gilt ein allgemeiner Leinenzwang, Ausnahmen gelten für Hundezonen oder Diensthunde. Weiters ist der Hundehalter dazu verpflichtet, den Hundekot zu entfernen. Tut er dies nicht, drohen ihm Geldstrafen. Im Sinn eines harmonischen Miteinanders von Mensch und Hund ist das diesbezüglich wachsende Problembewusstsein der Hundehalter insbesondere in Städten zu begrüßen.

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Die Geschichte des Irish Water Spaniels bei der Jagd



Die Stöberjagd und das Buschieren mit den dafür geeigneten Hunden ist eine uralte Jagdmethode und hat ihren Reiz für Jäger und Hundeführer bis heute nicht verloren. Auf alten Gemälden, die oft einige Jahrhunderte zurück gehen, sieht man neben Windhunden und Hounds oft Stöberhunde abgebildet, die dem Spaniel, bzw. dem heutigen Springer Spaniel oder dem Wachtelhund vom Typ her ähnlich sehen. Kynologen reihen diese Stöberhunde zwischen Lauf- und Vorstehhunden ein und halten sie für die Vorläufer einiger moderner Vorstehhunde und Retriver.

Einige Spanielrassen stehen dem Setter sehr nahe, andere beeinflussten den Retriver, den Großen Münsterländer oder den Deutschen Langhaar. Oft werden diese Hunde zusammen mit Falken oder Habicht abgebildet, denn diese harmonische jagdliche Zusammenarbeit hat eine lange Tradition.

Der Spaniel kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. So zeigt eine Münze Philipps II. von Makedonien die wahrscheinlich älteste Abbildung eines spanielähnlichen Hundes. In zahlreichen Beschreibungen jagdlicher Szenen werden Hunde beschrieben, die Vorfahren des Spaniels sein müssen. Über die Herkunft der Bezeichnung "Spaniel" existieren verschiedene Theorien: "Spaniel" soll auf Spanien hinweisen und zwar auf einen aus Spanien stammenden Hund. So beschrieb Anfang des 15. Jahrhunderts Edward of Norwich (Edward Plantagenet), der zweite Duke of York, in seinem Buch "Master of Game" einen aus Spanien stammenden Hundeschlag, der von dort aus nach England gekommen war. Dieses Buch war eine ergänzte Übersetzung des "Livre de Chasse" von Gaston de Foix, der den Spaniel 1387 erstmalig erwähnt. Darin beschrieb er, dass damals eine Art von Spaniel, die so genannten "chiens couchant", dazu abgerichtet wurden, vor dem ausgemachten Wild zu verharren bis das Netz behutsam über die Vögel und Hunde gezogen werden konnte. Eine andere Art, die "chiens courant", trieb das Wild in die Netze der Vogeljäger.

Eine weitere Theorie besagt, dass das Wort "Spaniel" eine Ableitung des keltischen Wortes "spain" (= Kaninchen) ist. Der britische Hundehistoriker Colonel David Hancock wiederum leitet es von dem altrfranzösischen Wort "espanir" ab, das "sich niederlegen, ducken" bedeutet. Auch das Lateinische "explanere" und das Italienische "spianare" haben dieselbe Bedeutung. Geht man noch weiter zurück, findet man das altitalienische Wort "spaniare", das "sich aus einer Falle oder einem Netz befreien" bedeutet. Hancock glaubte, dass die Hunde ursprünglich von den Römern abstammten und deshalb Spaniels genannt wurden, um eine Jagdmethode zu beschreiben, bei dem sie sich zuerst duckten und dann sprangen, um das Wild auffliegen zu lassen und in die Netze der Jäger zu treiben.

Jedenfalls lebten in Großbritannien bereits im Mittelalter Spaniels verschiedener Ausführungen. Fast bis zum Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Arbeitsweise und der Charakter dieser Hunde beschrieben, ohne die Bezeichnung Spaniel zu verwenden. Erst 1570 beschreibt der Gelehrte Johannes Caius in seinem Werk "Treatise of Englishe Dogs" den Spaniel und spricht erstmals vom Springer. Er unterscheidet zwischen Land Spaniel und Wasser Spaniel. Um 1800 findet man eine Klassifizierung der Spaniels nach der Größe: Die kleinere Art wird als Cocking Spaniel oder Cocker, die größere Variante als Field Spaniel, Sussex oder English Spaniel bezeichnet. Im 19. Jahrhundert tauchen die Bezeichnungen English Water Spaniel, Springer Spaniel und Cocker Spaniel auf. Daneben existieren heute verschwundene oder ausgestorbene Schläge wie der Tweed Spaniel und der Norfolk Spaniel. 1885 wurde der Sporting Spaniel Club in England gegründet. Die Bezeichnung "Norfolk" überlebte die Klasseneinteilung der Spaniels 1902 nicht. Auch in Deutschland war der Spaniel als Jagdbegleiter im 19. Jahrhundert verbreitet, der erste kontinentale Zuchtverband wurde 1904 gegründet, 1907 fanden Liebhaber der Rassen ihre Heimat im Jagdspaniel-Klub.

Bis zum 16. Jahrhundert unterteilte man den Spaniel in Land Spaniel und Water Spaniel. Die Bezeichnung "Springing Spaniel" wurde im 18. Jahrhundert gebräuchlich und bezieht sich auf die Arbeit des Spaniels, das Wild zum Springen (= Fliegen) zu bringen. Die heutigen Clumber Spaniel, English Cocker Spaniel, Field Spaniel, Sussex Spaniel und English Springer Spaniel sind alle Nachfahren des alten Land Spaniels. Der Tweed Water Spaniel, der ab 1835 bis 1894 von Sir Dudley gezüchtet wurde, stammt vom alten English Water Spaniel ab und ist ein Vorläufer des heutigen Golden Retrievers und des Curly Coated Retrievers. Es besteht eine Ähnlichkeit mit dem Irish Water Spaniel, doch starb der Tweed Water Spaniel schon im 19. Jahrhundert aus. Forscher behaupten, dass er lediglich ein Schlag des Irish Water Spaniels war und von den Water Spaniels der englischen Ostküste abstammte.

Ein 1607 veröffentlichtes Buch erwähnte den "Water Spagnel" und im 18. und 19. Jahrhundert wird der Water Spaniel oder Water Dog beschrieben. Diese Beschreibungen passen nur wenig zum Aussehen des heutigen Irish Water Spaniels. 1850 teilte "Stonehenge" (J. R. Walsh) in seinem Buch "Manual of British Rural Sports" den Spaniel wieder in Land und Water Spaniels, wobei es vom Water Spaniel zwei Schläge gab: Den Irish Water Spaniel und den nun ausgestorbenen English Water Spaniel.

Der heutige Irish Water Spaniel wird wird von den alten Kynologen Bylandt und Hauck in den höchsten Tönen gelobt: "Die geballte Kraft und Energie, in Kombination mit der höchsten Intelligenz, die hier zum Ganzen wird, ist in der Hundewelt eher selten." Seine abenteuerliche Vergangenheit und seine schillernde Entstehungsgeschichte machen ihn noch interessanter.

Über den Ursprung des Irish Water Spaniels gibt es unterschiedliche Theorien und Meinungen. Die einen sehen eine gemeinsame Wurzel mit dem Pudel, dem Portugiesischen Wasserhund und dem Barbet, andere wiederum glauben, dass die Rasse entweder aus dem Pudel und dem Irish Setter oder dem Pudel und dem Curly Coated Retriever entstanden ist. Eine weitere Theorie basiert darauf, dass man früher in Irland drei Water Spaniel Schläge kannte: Den Tweed Water Spaniel, den Northern Water Spaniel und den Southern Water Spaniel. Henri de la Blanchere berichtet 1875 in seinem Buch "Les Chiens de Chasse": "Die Water Spaniels werden in einen englischen und einen irischen Typ unterteilt. Der Tweed Spaniel ähnelt einem kleinen Retriever. Der Old English Water Spaniel existiert nicht mehr und wurde durch den irischen Typ ersetzt. Beim irischen Typ gibt es zwei Schläge, Nord und Süd. Der Northern Typ ähnelt dem alten englischen Typ."

Bylandt beschreibt 1897 den Irish Water Spaniel als "einen intelligenten Hund mit seltener Verbindung von Kraft und Beweglichkeit."

Robert Leighton schreibt in seinem Buch "Dogs and all about them" 1910 folgendes über den Irish Water Spaniel: " Heute kennt man nur eine Rasse unter der Bezeichnung Irish Water Spaniel, wenn wir aber den Autoren vor nicht weniger als einem halben Jahrhundert vertrauen, dann gab es einmal zwei, wenn nicht sogar drei Schläge Water Spaniels, typisch für die Emerald Isle (= Irland), nämlich den Tweed Water Spaniel, den Northern Water Spaniel und den Southern Water Spaniel, wobei letzterer der Vorfahre unseres modernen Schlages gewesen sein soll."

Die Geschichte des Irish Water Spaniels ist in vieler Hinsicht sehr interessant. Gemäß der Behauptung von Mr. Justin McCarthy entstand er gänzlich in seinem Zwinger und diese Behauptung wurde niemals ernsthaft von den nachfolgenden Züchtern und Besitzern angezweifelt. Es scheint aber unwahrscheinlich, dass er eine Rasse mit so vielen äußerst ausgeprägten Unterschieden und Abweichungen im Typ selbst geschaffen hat. Was er jedoch wahrscheinlich getan hat, war eine alte und im Sterben liegende Rasse vor dem drohenden Verschwinden zu retten, sie durch kluges Züchten und durch Kreuzungen zu verbessern, um ihr neues Leben zu verleihen, sowie die bedeutenden Punkte und Eigenschaften dauerhaft zu fixieren. Es kann sein, dass man über die Rasse sehr wenig wusste, ehe er es in die Hand nahm, und es ist sehr sicher, dass fast jeder Irish Water Spaniel, der im letzten halben Jahrhundert gesehen wurde, von seinem alten Hund Boatswain, der 1834 geboren wurde und 18 Jahre lebte, abstammt. Es muss ein großartiger Hund gewesen sein, da er ihn 1849 im Alter von 15 Jahren an Mr. Joliffe Tuffnell weitergab, der aus ihm Jack, einen Hund, der in vielen Stammbäumen aufscheint, züchtete.



Vor 1862 scheint von der Rasse in England nicht viel Notiz genommen worden zu sein, aber in diesem Jahr richtete das Birmingham Komitee zwei Klassen für sie ein, wo jedoch mehrere Preise nicht vergeben wurden. In den nächsten Jahren wurde die Rasse immer populärer und viele gute Exemplare wurden in den Shows gezeigt. Während der letzten Jahre ist dabei ein deutlicher Rückgang zu bemerken, obwohl es noch immer eine gewisse Zahl guter Hunde gibt und es nur die Begeisterung eines Züchters braucht, um die glücklichen Tage des Irish Water Spaniels wieder aufleben zu lassen.

Es gibt kaum eine Rasse mit einer charakteristischeren persönlichen Erscheinung als den Irish Water Spaniel. Man könnte sagen: Einmal gesehen, niemals vergessen! Seine besten Freunde würden vielleicht nicht behaupten, dass er schön ist, aber er ist auf seine eigene typische Weise attraktiv und intelligent aussehend. Tatsächlich ist er einer der intelligentesten Hunde, die für die Jagd verwendet werden und in seinem Spezialgebiet einer der nützlichsten. Sein Gebiet wird zweifellos durch seinen Namen umschrieben. Es ist das Land der Sümpfe und Marschen im Süden und Westen von Irland, wo er ursprünglich heimisch war, wo Schnepfe und Wildgeflügel gejagt werden, wo er am besten ist, obwohl er auch ein ausgezeichneter Apportierer ist.

Aber die Natur - oder Mr. McCarthys Kunst - hat ihn speziell geformt und für die Wasserjagd ausgestattet. Sie hat ihm eine ausgezeichnete Nase, ein fast wasserdichtes Fell, den Jagdinstinkt eines echten Irländers und vor allem sehr gute Sinne gegeben. Er ist äußerst mutig und sehr anpassungsfähig. Seine Gegner bescheinigen ihm einen harten Biss, aber dies stimmt nicht, denn er würde nur einen verwundeten Vogel eher töten als ihn entkommen zu lassen. Er ist sanftmäulig und der beste Kamerad, den man sich wünschen kann!

Wie bereits erwähnt, gab es ursprünglich drei ähnliche Spanielrassen: Den Southern Irish, den Northern Irish und den Tweed Water Spaniel. Auf Grund der Ähnlichkeit in der äußeren Erscheinung erscheint es am wahrscheinlichsten zu sein, dass der moderne Irish Water Spaniel aus dem Southern Water Spaniel entstand, indem er mit einem anderen Typ, der dem English Water Spaniel ähnelte und der im Norden lebte, gezüchtet wurde. Dieser Hundeschlag hatte kurze Ohren, ein gelocktes Fell und war leberfarben mit weißen Abzeichen. Der Southern war einfärbig mit kurzen, krausen Locken. Mr. McCarthy aus Dublin hat alle diese Schläge von Water Spaniels gekreuzt und so den einzigen heute bekannten Typ hervorgebracht. Sein Rüde Boatswain wird als Vater der modernen Rasse angesehen. Der Irish Water wurde zum Apportieren von Wasservögeln gezüchtet, aber er wurde auch zur Jagd auf Hochlandwild und sogar auf Tauben verwendet. Im 19. Jahrhundert wurde er in Amerika für die Entenjagd verwendet und am Ende des 19. Jahrhunderts tauchte er in England und Amerika zum ersten Mal im Showring auf. England anerkannte die Rasse 1859 und der AKC richtete 1849 für diese Rasse eine eigene Klasse ein.

Die Geschichte des Sporting Irish Water Spaniel Clubs (SIWSC) reicht fast 100 Jahre in eine Zeit zurück, als Jagen und Hundezucht der Aristokratie vorbehalten war. So waren es die Familien Barrington, Glenstate Estate Limerick und die Clancarty Familie, die großen Anteil an der Entwicklung der Rasse hatten. Der Club wurde ursprünglich von der zweiten Lady Dunleath, County Down, Nordirland, gegründet. Sie wurde Gogo genannt und veranstaltete große Hauspartys, Jagden und Cricket Wochen. Sie wurde Präsidentin des neu gegründeten Clubs, welcher zum Zweck der Abhaltung von Field Trials für diese Rasse und nicht zur Abhaltung von Shows gegründet wurde, etwas was die Statuten des Clubs noch immer untersagen. 1908, 1909 und 1910 hielt der Club Field Trials auf dem Besitz von Mr. Percy St. Gerrans in Suffolk ab. Diese Trials wurden noch als Retriever Trials und nicht als Spaniel Trials durchgeführt!

Nach dem Irish Water Spaniel Club, der 1890 in Irland gegründet wurde, ist der SIWSC der zweitälteste Irish Water Spaniel Club der Welt. Der Club existierte wegen dem 1. und 2. Weltkrieg nicht ununterbrochen. Erst im Mai 1989 fand nach 80 Jahren ein erstes Treffen statt und es ist bis heute der einzige Club, der sich um das Wohl des Working IWS kümmert. 2000 übernahm Brian Henry Mulholland, der 6. Lord Dunleath und Urenkel der zweiten Lady Dunleath die Schirmherrschaft des Clubs und so wurde die Verbindung zu den alten Gründern des Clubs wieder hergestellt.



Trotz der Bezeichnung Irish Water Spaniel wird die Rasse in drei Ländern, wo sie am zahlreichsten ist, als Retriever und nicht als Spaniel klassifiziert, und zwar in Irland, ihrem Geburtsland, den Vereinigten Staaten und in Großbritannien. In England war dies nicht immer so, denn vor 1984 reihte der Kennel Club den IWS unter die Spaniels ein, vorher durften sie sowohl bei Spaniels als auch bei Retriever Trials teilnehmen. 1936 erlangte der einzige British Field Trial Champion, Sir Clive Coates'FT.Ch. Ratie of Helperby seinen Titel als Spaniel. Um die Sache noch komplizierter zu machen, klassifiziert der Kennel Club die Rasse bei Hundeshows als Spaniel und auf dem europäischen Festland wird er als Water Dog klassifiziert, sowohl für Field als auch für Show Bewerbe. Bei Field Trials tritt er bei den Spaniels an.

Tophund auf dem Kontinent war der Field Trial Champion Green Socks Summer Donais. Der Working IWS lebt also und bringt großartige Leistungen in Belgien, Frankreich und Holland zu Stande. Der IWS ist nach wie vor vielseitig jagdlich zu verwenden, obwohl er für das Jagen, Aufstöbern und Bringen von Flugwild in den Marschen und Flussmündungen gezüchtet wurde. Er geht aber auch in der Treiberlinie bei Treibjagden mit um das Wild aufzustöbern und wird erfolgreich für Nachsuchen eingesetzt. Zumindest ein IWS wird in Großbritannien bei der Pirschjagd auf Rotwild verwendet und wurde auf dem Kontinent sogar zur Wildschweinjagd eingesetzt. Die West Middland Police setzt einen IWS sehr erfolgreich als Drogenhund ein.

Durch seine großen, gespreizten Füße kann er auf einem Boden arbeiten, wo andere Hunde Schwierigkeiten haben. Sein dichtes, leberfarbenes, wasserdichtes Fell schützt ihn hervorragend vor Kälte und ermöglicht es ihm, mit der Landschaft zu verschmelzen. Seine Kraft, Ausdauer und sein gewölbter Brustkorb machen ihn zu einem ausgezeichneten Schwimmer. Als ein Allround Jagdhund ist der IWS auch mit einer hervorragenden Nase ausgestattet. Vielleicht ist er nicht so schnell wie andere Jagdhundrassen, nichts desto Trotz füllt er die Wildtasche!

Oft wird seine hohe Intelligenz gelobt, er lernt schnell und ist dadurch auch leicht zu trainieren. Er hat einen ausgeprägten Charakter und denkt mit. Manche Jäger stellen seine Leistungen über die des Labradors oder Springers! Er kann neben Wildente und Wildgans für jede Art von Flugwild wie Fasan oder Rebhuhn, aber auch Kaninchen und Hase verwendet werden. Er stöbert nicht nur auf sondern findet und bringt auch perfekt. Er reift langsam und verlangt geduldiges, freundliches, festes und sorgfältiges Training. Er belohnt seinen Besitzer mit jahrelanger ehrlicher, zuverlässiger Arbeit. Oft wird er als Clown unter den Spaniels bezeichnet, was meiner Meinung nach sein Wesen am besten beschreibt!

Ich hoffe, dieser geschichtliche Rückblick über die Spaniels und im Besonderen über den IWS ist interessant ausgefallen. Dass es eine Lobrede geworden ist, versteht sich bei Besitzern der zwei besten und lustigsten IWS Abby und Angus Bran Mac Febail von selbst!

Mag. Ingrid & Mario Lamprecht

Quellen und weiterführende Literatur:

Walter&Marlene Zwettler, Jagen mit Spaniels, Stöberhunden&Verwandten, KRAL-Verlag, Berndorf 2010, ISBN: 978-3-902447-91-3

Nick Waters, A Bundle of Rags in a Cyclone, Shrewsbury 1998, ISBN: 0 9534659 0 X

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Zwar wird dieser Wasserhund seit Beginn der Reinzucht <<Irish Water Spaniel>> genannt. Mit einer Schulterhöhe von bis zu 60 Zentimetern, dem auffälligen Kraushaar und dem praktisch nackten <<Rattenschwanz>> weicht er jedoch deutlich vom Erscheinungsbild der Spaniels ab. Und - im Gegensatz zu anderen Vertretern der großen Spanielfamilie - sind diese Hunde bei uns äußerst selten anzutreffen.

Bereits im 16. Jahrhundert kannte man Wasserhunde, die für die Jagd auf Wasservögel eingesetzt wurden. <<Der genaue Ursprung des Irish Water Spaniels liegt allerdings auch heute noch im Dunkeln>>, heißt es im FCI-Standard. Nach allgemeiner Auffassung entwickelte sich diese Rasse aus Hunden, die aus Persien stammten und über Spanien nach Irland gelangten. Der erste Hinweis in Irland auf <<Wasserhunde, die Wasservögel verfolgen>>, datiert aus dem Jahr 1600; daher wissen wir, dass sogar bereits vor der Einführung der Schrotflinte in Irland Hunde mit wasserabstoßendem Haarkleid zum Einsatz kamen. Der Begründer der Reinzucht, der Ire Justin McCarthy, hat die Herkunft seiner Stammhunde - warum auch immer - nie preisgegeben. Spannend sind auch die Ausführungen von Hans Räber zum Einsatzgebiet der Rasse. In seiner <<Enzyklopädie der Rassehunde>> liest man: <<Der Irish Water Spaniel ist nicht nur ein ausdauernder Stöberer in sumpfigem und morastigem Gelände, sondern auch ein guter Apporteur, der die Ente nach dem Schuss aus dem Wasser holt und selbst mit einer wehrhaften Gans fertig wird. >> Räber vermutet, dass Anfang des 19. Jahrhunderts Bloodhounds, Irish Setter und Pudel in die Waterspaniels eingekreuzt worden seien. <<Die Züchter erhofften sich mit diesen Kreuzungen eine Förderung der jagdlichen Vielseitigkeit.>> Andere Quellen erwähnen den Afghanischen Windhund als möglichen Vorfahren.

Trotz seiner unbestritten großen Affinität für die Jagd lässt sich der Irish Water Spaniel aber längst nicht auf diese Aufgabenstellung reduzieren. <<Ganz im Gegenteil>>, sagt Regina Kuhny, stolze Besitzerin eines gut 32 Kilogramm schweren Rüden. <<Bei meinem Hund hält sich der Jagdtrieb sogar in sehr engen Grenzen.>> Allerdings habe sie großes Augenmerk darauf gelegt, allfällige Jagdreaktionen bereits im Keim zu ersticken. <<So habe ich ihn als Junghund keine Vögel jagen lassen und ich habe im Laufe der Zeit auf Grund seines Verhaltens gelernt, wann ich besonders aufpassen muss. Dank dieser Massnahmen weiß mein Rüde heute, dass die Enten am Teich oder am Flussufer, auch wenn sie ihn nach wie vor interessieren, für ihn tabu sind.>> Erfahrungen, die auch Agnes Brändle, Besitzerin ebenfalls eines Rüdens, gemacht hat. Sie sagt: <<Der Jagdtrieb eines Hundes ist sehr individuell und hat viel mit der Erziehung zu tun. Mein aktueller Wasserspaniel zum Beispiel ist zwar auch sehr aktiv und freiheitsliebend, hat aber keine besonders große Lust aufs Wasser.>>

Aktiver Schnelldenker

<<Alles in allem ist der Irish Water Spaniel ein sehr aktiver, lernfreudiger Hund, der eine ihm gestellte Aufgabe schnell kapiert und begierig ist, immer wieder Neues zu tun>>, fasst Theres Schmid, Präsidentin des Schweizerischen Spaniel-Clubs, die Wesensmerkmale des Hundes zusammen. <<Daneben sagt man ihm aber auch einen gewissen Humor nach. Das rührt warscheinlich daher, dass er Menschen ganz allgemein nicht allzu ernst nimmt.>> Ein Charakterzug, den Regina Kuhny vorbehaltlos bestätigt: <<Unser Wasserspaniel spielt gerne den Clown und weiss genau, wie er sich in Szene setzen kann. Wenn er um Aufmerksamkeit heischen will, dann kommen ihm die ausgefallensten Dinge in den Sinn.>>

Der Irish Water Spaniel ist auch ein oft verwendeter Patenonkel für die Zucht einiger moderner Hunderassen:

Der friesische Wetterhoun ist auch unter dem Namen Dutch Water Spaniel bekannt und soll in seinem Stammbaum den friesischen Hofhund, den Wasserspaniel und/oder den Spitz haben.

Der Boykin Spaniel soll um 1910 aus einem vor einer Kirche gefundenen braunen, spanielartigen Hund und einem weiteren Findelkind, einer braun gelockten spanielartigen Hündin abstammen. Jäger kreuzten diese hervorragenden vielseitigen Jagdhunde unter vielen anderen mit Springer, Amerikan Water, Cocker, Setter, Pointer Labrador und Setter und erhielten so einen tollen Jagdspaniel, der auch das Wasser liebt.

Der American Water Spaniel entstand in Wisconsin um die Mitte des 19. Jahrhunderts und ist heute noch der offizielle Hund dieses Bundesstaates. Man glaubt, dass er aus dem ausgestorbenen English Water Spaniel und dem Field Spaniel hervorgegangen ist. Ebenso sollen der Curly Coated Retriever, der Chesapeake Bay Retriever, der Tweed Water Spaniel und natürlich unser Irish Water Spaniel eingekreuzt worden sein, um einen möglichst perfekten Jagdhund zu schaffen.

Der Chesapeake Bay Retriver verdankt seine Entstehung, die seit 1907 dokumentiert ist, zwei aus Seenot geretteten Neufundländerwelpen, Bloodhounds, einem Redbone Coonhound und einem berühmten Irish Water Spaniel namens Capitain Kidd.

Der Curly Coated Retriver ist eine der ältesten Retriever Rassen und ist schon laut Berichten 1803 aus den Rassen Großer Rauhaariger Water Dog, Tweed Spaniel, Wetterhoun, Barbet, Pudel, Kleiner Neufundländer und natürlich dem Irish Water Spaniel entstanden.

Die Abstammung des Epagneul de Pont-Audmer kann angeblich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgt werden und geht auf lokale französische Spanielrassen und auf die über den Ärmelkanal mitgebrachten English Water Spaniels und noch deutlicher auf den Irish Water Spaniel zurück. 

Der Barbet, dessen Geschichte bis in die Antike und zuden Mauren zurückreicht, gilt als eine der Rassen die an der Entstehung des Pudels und des Irish Water Spaniels beteiligt waren. Man unterschied bis zum 19. Jahrhundert den Großen Wasserhund und den Kleinen Wasserhund. In England wurde der Barbet im 18. Jahrhundert mit einem Setter gekreuzt und entwickelte sich zum English Water Spaniel, bereits 100 Jahre später wurde der Irish Water Spaniel eingekreuzt. Diese Hunde entwickelten sich im 19. Jahrhundert einerseits zum Königspudel, andererseits zum Griffon-Barbet, aus denen wiederum der Griffon Korthals und der Spinone hervorgingen.

Der English Setter soll ein Nebenzweig des alten Spanischen Landspaniels und des  Spanischen Pointers sein, der nach England kam und hier mit dem alten Water Spaniel und dem frühen Springer Spaniel gekreuzt wurde. Die Bezeichnung "Setting Spaniel", eine Bezeichnung für die Arbeit des frühen Landspaniels, bei der er Flugwild lokalisierte, vorstand und die Vögel in die Netze der Jäger trieb, wurde dadurch zum "Setter".

Wir sehen also, dass die Jagdhunderassen fast alle eng mit einander verwandt sind, denn man wollte immer ihre besten Eigenschaften in einer Rasse vereinen. Unser Irish Water Spaniel war sehr oft daran beteiligt, die Leidenschaft zur Wasserarbeit weiterzugeben.
weiterzugeben. Das dabei eine der liebenswürdigsten und intelligentesten Rassen entstanden ist, weiß jeder, der schon einmal mit einem Irish Water Spaniel zu tun hatte. Wir haben unser Herz an diese Rasse verloren und werden daran mitarbeiten, sie durch ausgesuchte Zucht so zu erhalten!
Was die Gesundheit der Irish Water Spaniels betrifft, wissen Agnes Brändle und Regina Kuhny nur Gutes zu berichten: <<Alles in allem sind es robuste Hunde. Durch die Größe und das Gewicht der langen Ohren sollte man allerdings der Ohrenpflege besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn: Durch das feuchtwarme Klima in Innern der Gehörgänge entwickelt sich unter Umständen ein Hefepilz, der sehr hartnäckig sein kann.>> Eine weitere empfindliche Stelle sei die Rutenspitze: Da sie kaum behaart ist, kann sich der Hund dort beim heftigen Wedeln gegen harte Gegenstände schnell einmal verletzen. Die Rute ist denn auch das auffälligste Rassemerkmal der Irish Water Spaniels. Der lange, fast haarlose Schwanz wird auch als <<Peitschenrute>> oder <<Rattenschwanz>> bezeichnet. Ein Merkmal, das sich im Übrigen bei keiner anderen ihm ähnlichen Rasse findet - und so ist es sehr warscheinlich, dass der Wasserspaniel auf ureigene einheimische Vorfahren zurückgeht. Und was muss man bezüglich Pflege wissen? Dazu Agnes Brändle: <<Wichtig ist, dass man das Haarkleid mindestens einmal pro Woche gründlich pflegt. Die langen Locken verfilzen schnell, wenn man den Hund nicht regelmäßig kämmt.>>

Über die Gesundheit des Irish Water Spaniels:

Medikamentenwarnung!

Über Jahre hinweg gab es immer wieder Fälle von Irish Water Spaniels, die eine schwere allergische Reaktion - unter Umständen auch mit Todesfolgen - auf die gängige Arzneimittelgruppe der Sulfonamide zeigten. Diese antibiotisch wirksamen Medikamente wurden in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg großflächig eingesetzt - dieser Umstand führte zu verbreiteten Überempfindlichkeitsreaktionen und schweren Allergien. Die Substanzen Sulfamethoxazol und Trimethoprim haben einen synergistischen Effekt und werden deshalb in Kombinationspräparaten eingesetzt! 

Die Arzneimittelnamen dieser Präparate und ihre Generica sind:

Co - Trimoxazol
Co - Trim
Tribrissen
Trimacare
Delvoprim
Chanoprim
Duphatrim
Trimedoxine
Norodine
Borgal Sulphadioxine Trimethoprim
Zaquilan Sulphadimethoxine Baquiloprim
Sulfatrim 80/400 (Niederlande)
Deramaxx (USA)
Deracoxib (USA)

Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Tierarzt andere Antibiotika einsetzt und machen Sie ihn auf die Problematik aufmerksam!

Obwohl Co - Trimoxazol die Zulassung für den Genbrauch am Menschen 1994 verlor, ist es leider noch immer ein beliebtes Medikament von älteren Tierärzten!

Die veröffentlichen Nebenwirkungen dieses Medikament laut British National Formulary, September 2005, sind:

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kehlkopfentzündung, Hautnekrosen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Eosinophilie, Agranulozytose, Multiformes Erythem incl. Stevens - Johnson Syndrom, Granulozytopenie,
Purpura, Leucopenie, Thrombozytopenie, Megaloplastische Anaemie, Colitis, Lebernekrose.

Es handelt sich bei diesen Erkrankungen zum größten Teil um lebensbedrohende Blutbildveränderungen und  Organversagen. Es ist also sehr wichtig, Ihren Tierarzt und zukünftige Welpenbesitzer auf diese Problematik aufmerksam zu machen, damit Ihr Irish Water Spaniel ein langes, gesundes Hundeleben vor sich hat!


Alle Jahre wieder: Silvesterangst bei Hunden

Sollte Ihr Hund Angst vor der alle Jahre wiederkehrenden Silvesterknallerei haben, wäre es jetzt an der Zeit, etwas dagegen zu unternehmen!

Es können verschiedene Vorgangsweisen für den Hund hilfreich sein:

Keinesfalls sollten Sie versuchen, den Hund, während er das Angstverhalten zeigt, mit töstenden Worten, durch Streicheln oder Hochheben und ähnliches zu beruhigen.
Diese Verhaltensmuster von Frauchen oder Herrchen bedeuten aus der Sicht des Hundes, dass Sie sein Verhalten unterstützen und gut heißen. Seine Angst wird dadurch noch intensiver werden,
ein Beispiel einer klassischen Fehlverknüpfung!

Sollte der Hund jedoch bei Ihnen Schutz suchen und in Ihrer Nähe verweilen wollen, so ist das völlig in Ordnung! Benehmen Sie sich so, als wäre die Knallerei etwas völlig alltägliches.
Nehmen Sie die Angst und Unsicherheit von Ihrem Hund, indem Sie selbst normales Verhalten zeigen. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass Sie ja auch nicht unsicher dabei sind, ansonst würde sich Ihre Unsicherheit sofort auf den Hund übertragen! Das wäre ein Beispiel von Stimmungsübertragung!

Bauen Sie Ihrem Hund eine "Höhle", denn diese gibt in der Regel dem Hund mehr Sicherheit! Stellen Sie zum Beispiel rechts und links von seinem Schlafplatz einen Sessel auf und spannen Sie darüber von Sessel zu Sessel eine Decke oder ähnliches. Der Platz sollte dann nur von einer Seite begehbar sein. Auch eine Hundebox ist dafür sehr gut geeignet, wenn der Hund an diese gewöhnt wurde. Unsere Hunde lieben ihre Boxen und ziehen sich sehr gerne darin zurück! Wichtig ist also, dass der Hund eine geschützte Rückzugsmöglichkeit angeboten bekommt!

Stellen Sie dem Hund in seiner Nähe genügend frisches Wasser zur Verfügung, denn die Wasseraufnahme ist in einer Angstsituation wichtiger als die Nahrungsaufnahme. Manche Hunde verweigern auf Grund ihres gestressten Verhaltens die Nahrung ganz! Wasser zu trinken kann dem Hund helfen sich zu beruhigen und es kommt zu Stressabbau durch dieses Beruhigungssignal.

Der Einsatz von Bachblüten kann bei Angst sehr hilfreich sein! Eine Mischung aus Mimulus, Rock Rose und Cherry Plumb (ohne Alkohol!) wird ab 2 Wochen vor Silvester mit 3 x täglich 5 Tropfen gegeben.
Für den Notfall sind auch Rescue Tropfen bestens geeignet -. Man gibt sie bei beginnenden Angstzuständen bis zu viertelstündlich solange die belastende Situation anhält!

Hilfreich könnte auch der Einsatz von Tellington Touch sein, wie zum Beispiel das Körperband und ähnliches. Dazu ist das Buch von Linda Tellington-Jones "Tellington-Training für Hunde" zu empfeheln.

Hilfreich können auch Geräusch-CDs zur Gewöhnung sein: Desensibilisieren bedeutet in diesem Fall: Das Tier schrittweise an die Angst einflößenden Geräusche zu gewöhnen, um ihm so seine Angst langfristig zu nehmen. Dazu gibt es spezielle Geräusch-CDs, die man zu Beginn so abspielt, dass der Hund die Geräusche zwar wahrnehmen kann, aber nicht dadurch beunruhigt wird. Dann steigert man die Lautstärke langsam so, dass das Tier dabei keine negativen Empfindungen verspürt. Leckerlis dazu können helfen. Angstzeichen zeigen, wenn man zu schnell vorgegangen ist. Diese Methode ist effektiv aber sehr langfristig und man muss Monate trainieren!

Keinesfalls sollte man seinen Hund zu Silvester alleine zu hause lassen. Tiere fühlen sich in der Nähe ihrer Menschen nun einmal am wohlsten. Sollte es nicht anders möglich sein, kümmern Sie sich früh genug um eine verlässliche Betreuung, an die sich der Hund gewöhnen kann.

Spaziergänge sollten am Silvestertag frühmorgens erledigt werden, danach geht es nur mehr zur Erledigung der Notdurft hinaus. In jedem Fall ist die leine ein Muss, sollte sich der Hund erschrecken! Auch Freigänger-Katzen sollte man zum Jahreswechsel unbedingt drinnen behalten! Lassen Sie Fenster und Jalousien unbedingt geschlossen um die Geräusche von außen zu minimieren. Der Fernseher oder ruhige Musik unterdrücken die lauten Knallgeräusche von außen zusätzlich! Ruhiges, entspanntes Verhalten vermittelt den Tieren, dass alles in Ordnung ist, Mitleid bestätigt ihre Furcht! Kurz vor Mitternacht einige Male Rescue Tropfen verabreichen!

Es gibt auch Kekse im Handel, die eine Mischung aus Kalifornischen Essenzen, Australischen Buschblüten und Bachblüten enthalten. So kann man den Alkohol der Rescue Tropfen umgehen! Ca. 1 Woche vor Silvester beginnt man mit der Gabe von 4 bis 6 Mal täglich 4 Kekse. Zu Silvester selbst können 4 Kekse stündlich, bei starkem Stress im 10 Minuten Rhythmus gegeben werden. Erhältlich sind die Kekse bei www.phillys.at oder bei der Phillys Hundekeksmanufaktur, 1190 Wien, Budinskygasse 13/17, Tel.Nr. +43 699 815 025 43 erhältlich.

Viel Glück und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Ihnen

Mag. Ingrid Lamprecht

Schneckenkorn, der Killer aus dem Baumarkt

Da der heurige Sommer eher feucht verläuft und damit die Schnecken - allen voran die Spanische Wegschnecke - überall im Garten zu finden sind, möchte ich an dieser Stelle eine eindringliche Warnung vor der Verwendung von blauem Schneckenkorn - in jedem Bau- oder Drogeriemarkt zu erhalten - aussprechen.

Vergiftungen mit Schneckenkorn gehören zu den häufigsten Vergiftungen in der Tierarztpraxis. Meist wird ein stark speichelnder, krampfender Hund in schlechter Verfassung vorgestellt, bei dem bei der Untersuchung des Mauls einige klebrige blaue Körnchen auffallen: Wieder einmal eine Schneckenkornvergiftung!

Das blaue Granulat ist frei erhältlich und wird meist verharmlosend als "für Haustiere unbedenklich" angepriesen. Dies mag sein, wenn ein großer Hund ein bis zwei Körnchen aufnimmt, aber sonst stimmt das in keinster Weise. Bei Hunden, aber auch bei Igeln stellen sich 30 Minuten bis einige Stunden nach der Aufnahme gravierende Vergiftungssymptome ein: Hochgradiger Speichelfluss, Erbrechen, Krämpfe, Überhitzung des Körpers, Bewegungsstörungen, Herzarrythmien, Koma und schließlich der Tod!

Das Schneckenkorn mit seinem Wirkstoff Metaldehyd, auch Trockenspiritus genannt, klebt an den Schleimhäuten, vor allem an der Magenschleimhaut ud wird dort langsam aufgelöst und resorbiert.

Die Therapie soll das Gift vor allem wieder aus dem Körper entfernen und besteht deshalb aus Magenspülungen und Einläufen. Dazu gibt man Infusionen zur Kreislaufstabilisierung und krampflösende Medikamente.

Daher meine Bitte: Bekämpfen Sie die Schnecken statt mit Schneckenkorn durch Schneckenzäune und -fallen  und durch das Anlegen von Hochbeeten.
Auch das Streuen von Kochsalz und Speisesoda ist wirksam und schadet nicht unseren Hunden!

Hüftgelenksdysplasie

Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die unter anderem auch bei Hunden auftritt. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Erstmals diagnostiziert wurde sie am Deutschen Schäferhund und wird deshalb fälschlicherweise noch oft mit dieser Rasse in Verbindung gebracht, obwohl mitllerweise andere Rassen noch häufiger betroffen sind. Die Häufigkeit des Vorkommens (Prävalenz) beträgt je nach Rasse 4 bis 50 %. Auch Hauskatzen können betroffen sein - am häufigsten die Maine - Coon - Katzen.

Die HD ist um großen Teil genetisch bedingt, weshalb viele Zuchtverbände die HD - Freiheit zur Zuchtzulassung fordern. Da aber auch falsche Ernährung und Fehlhaltungen die Entstehung und das Fortschreiten der HD begünstigen können, handelt es sich um ein multifaktorielles  Geschehen. Klinisch zeigt sich die HD in zunehmenden Bewegungseinschränkungen und Schmerzhaftigkeit, die infolge der krankhaften Umbauprozesse am Hüftgelenk (Coxarthrose) entstehen. Im fortgeschrittenen Stadium kann nur mehr die Entfernung des Hüftgelenks mit oder ohne Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks eine deutliche Verbesserung herbeiführen. Ist dies nicht möglich, lässt sich durch eine dauerhafte Schmerztherapie häufig lange eine ausreichende Lebensqualität erzielen.

Die Ausprägung der klinischen Symptome einer HD variiert in Abhängigkeit vom Alter und dem Stadium der Krankheit. Bei relativ jungen Tieren, im Alter von einem halben bis einem Jahr, kommt es zu Schmerzen, weil der Oberschenkelkopf in der Hüftgelenkspfanne nur ungenügenden Halt findet und durch seine dadurch entstehende abnorme Beweglichkeit schmerzempfindliche Nervenfasern der Knochenhaut des Pfannenrandes gereizt werden. Ältere Tiere bilden Schmerzen eher in Folge degenerativer Veränderungen (Arthrosen) des Hüftgelenks aus. Eine beginnende HD äußert sich in zunehmenden Schmerzen bei Spazierengehen, der Hund will nicht mehr länger laufen, setzt sich öfter hin, schreit beim Spielen manchmal auf und zeigt einen instabilen Gang. Beim Vorführen der Hintergliedmaße wird das Becken in Richtung der vorbewegten Gliedmaße seitwärts bewegt (LSÜ-Twist). Bei Bewegungen des Gelenkes kann ein Knacken, Knirschen oder Klicken im Gelenk hörbar sein. Bei Feststellung eines der genannten Symptome oder einer unklaren Lahmheit ist der unverzügliche Gang zum Tierarzt ratsam! Die meisten Zuchtverbände haben eine Liste von Tierärzten, die für die bestimmte Rasse für die HD - Untersuchungen zugelassen sind - Ihr Züchter oder Zuchtverband wird Sie beraten! Der Tierarzt wird zur Abklärung eine Röntgenuntersuchung in Kurznarkose vornehmen, denn die Gelenke müssen dabei überstreckt sein, was zu Schmerzen führen würde. Ein wichtiges Beurteilungskriterium des Röntgenbildes ist der Norberg - Winkel, das ist der Winkel, der zwischen der Verbindungslinie der Zentren der beiden Oberschenkelköpfe und dem vorderen Pfannenrand entsteht. Er beträgt bei einem HD -freien Tier mehr als 105 °. Des weiteren werden die  Weite des Gelenksspaltes, das Vorhandensein von Arthrosen, die Konturen von Gelenkspfanne und Oberschenkelkopf, die Kongruenz von Pfanne und Oberschenkelkopf, Randwülste an der Gelenkspfanne oder Verdichtung von Knochensubstanz und Anlagerungen von Knochenmaterial am Ansatz der Gelenkskapsel zur Beurteilung der Röntgenbilder herangezogen. Die züchterische Auswertung von HD - Aufnahmen ist nur durch von den Rassezuchtverbänden zugelassene Gutachter möglich, an die der Tierarzt die Röntgenbilder einschicken muss.

Üblicherweise wird zwischen 5 verschiedenen Schweregraden unterschieden. Da in verschiedenen Ländern unterschiedliche Bezeichnungen für diese Klassifizierung verwendet werden, möchte ich Ihnen im Anschluss eine Liste zum Vergleich der HD - Stufen anbieten.

Doch zuvor noch einige Bemerkungen zur Therapie von HD: Man kann HD nicht heilen sondern nur das Auftreten klinischer Symptome und das Fortschreiten der Krankheit hinauszögern und die Schmerzen reduzieren. Je häufiger ein Hund bestimmte Bewegungen ausführt, desto schneller verschließt die Hüfte. Zu diesen Bewegungen gehören solche, die die Gelenke besonders stauchen wie Stufen laufen oder Springen auf hartem Untergrund und ähnliches mehr. Durch das Vermeiden solcher Belastungen durch Schonung kann man dem Hund durch frühzeitiges Erkennen und richtigen Umgang mit der Krankheit ein weitgehend normales, schmerzfreies Leben ermöglichen.

Zur Verfügung stehen die medikamentöse Therapie mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Medikamenten (Antiphlogistika).
Die PIN - Operation durchtrennt die schmerzleitenden Nervenfasern und führt so zu einer andauernden Schmerstillung.
Bei jungen Tieren ohne Arthrosen kann man die Gelenkskapsel chirurgisch straffen oder die Beckenknochen trennen und durch Osteosynthese neu zusammensetzen um den Oberschenkelkopf besser in die Hüftpfanne zu stellen.
Das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks ist eine sehr kostenintensive Behandlung, führt aber im Normalfall zu Schmerzfreiheit bis ins hohe Alter. Wichtig ist dabei ein guter Muskelaufbau durch Training am Unterwasserlaufband!
Das Einsetzen von Goldimplantaten - das sind kleine Goldstifte, die an Akkupunkturpunkten über Hohlnadeln in das Gelenk eingebracht werden - bringt ebenfalls Beschwerdefreiheit.
Physiotherapie zum Muskelaufbau und zur Muskelstärkung ist ebenfalls empfehlenswert. Der gezielte Aufbau der Oberschenkel- und Beckenmuskulatur kann die Hüften entlasten.
Eine Verhinderung des Fortschreitens kann durch richtige Ernährung und nicht zu  viel Sport - vor allem durch wenig Belastung und das Vermeiden von Gelenksstauchungen und Überdehnungen erreicht werden. Knorpelaufbauende Futterzusatzstoffe können sich ebenfalls günstig auswirken.

Zur Vermeidung der Weitervererbung der Fehlbildung ist bei den meisten Hundezuchtverbänden eine Bescheinigung der HD - Freiheit der Elterntiere erforderlich. Aber auch solche  Verpaarungen bieten keine Garantie für HD - freie Nachkommen!

Gekürzt aus: Wikipedia, Erbkrankheiten des Hundes

 

Was Sie sich vor dem Kauf eines Welpen überlegen sollten

Vor dem Kauf eines Welpen ist es unbedingt notwendig, über die Aktivitäten eines Welpen und über die des Hundes, der er einmal werden wird, und den dafür notwendigen Zeitaufwand nachzudenken und sich zu überlegen, ob man die dafür notwendige Zeit aufbringen wird können und wollen, um alle Bedürfnisse eines Welpen zu erfüllen. Informieren Sie sich sorgfältig über die Besonderheiten der Hunderasse, für die Sie sich entschieden haben und besuchen Sie die in Frage kommenden Züchter. Es gibt viele gute Bücher über die verschiedenen Hunderassen und suchen Sie zum Beispiel auf Hundeausstellungen das direkte Gespräch mit Züchtern und Haltern.

Es sollte bei dem Züchter Ihrer Wahl möglich sein, die Welpen zusammen mit ihrer Mutter zu besuchen. Die Mutter sollte mindestens zwei Jahre alt sein und Sie sollten genaue Auskunft darüber erhalten, wie viele Würfe die Hündin schon gehabt hat. Mehr als ein Wurf pro Jahr lässt auf einen Vermehrer, nicht auf einen verantwortungsbewussten Züchter schließen. Auch der Zustand der Hündin nach der Geburt gibt darüber Aufschluss, wie sie gehalten wird. Manche Züchter wollen keinen Kontakt der Welpen zu fremden Personen vor Ende der 5. Lebenswoche - so sind die Kleinen besser vor fremden Keimen geschützt, denn ihr Immunsystem arbeitet noch nicht voll und Sie sollten dies aus Rücksicht auf die Gesundheit der Welpen akzeptieren. Jederzeit sollten Sie Einblick in die durchgeführten Hüftuntersuchungsbefunde und Augenbefunde erhalten und die offizielle Zuchtzulassung des Zuchtverbandes zu sehen bekommen. Beide Elterntiere müssen auf Hüftgelenksdysplasie und Augenerkrankungen untersucht sein - der Hüftbefund sollte möglichst im oberen Bereich liegen! Meist wird es nicht möglich sein, den Vater der Kleinen zu sehen, denn die Deckrüden stehen meist nicht beim selben Züchter wie die Hündinnen, aber ein Foto und die kopierten Befunde sollten Sie schon zu sehen bekommen! Wichtig ist auch, dass Sie vom Züchter Auskunft über das verwendete Welpenfutter nach der Entwöhnung bekommen - meist gibt es kostenlos einen Sack Futter mit, denn die Kleinen sollten nicht sofort im Futter umgestellt werden, um Durchfallerkrankungen zu vermeiden.

Die Welpen sollten schon 2 bis 3 mal entwurmt worden sein und Sie erhalten Auskunft darüber, wann die nächste Wurmkur fällig ist. Die Übergabe eines EU - Impfpasses beim Abholen des Welpen ist Pflicht des Züchters - darin müssen die bereits erhaltenen Impfungen gegen die wichtigsten Erkrankungen eingetragen sein. Üblicherweise beginnt die Grundimmunisierung in der 6. bis 8. Lebenswoche mit einer kombinierten Impfung gegen Parvovirose, Zwingerhusten, Staupe, Hepatitis und Leptospirose. Es folgt die Nachimpfung in der 11. bis 14. Woche, dann wird jährlich nachgeimpft. Der nächste Impftermin ist im Impfpass vorgeschrieben. In den ersten Lebenswochen sind die Welpen durch die Antikörper, die sie von der Mutter erhalten haben, geschützt - das nennt man passive Immunisierung. Diese Antikörper baut der Welpe aber wieder ab. Impfungen helfen dabei, einen eigenen Schutz gegen die Krankheitserreger aufzubauen - das ist die aktive Immunisierung. Nur die Impfung gegen Tollwut erfolgt erst zu einem späteren Zeitpunkt, um den Organismus nicht zu sehr zu fordern - mit ca. 12 Wochen die erste, die zweite nach 4 Wochen und muss vom Besitzer bei seinem Tierarzt durchgeführt werden. Tollwut und Leptospirose sind auch auf den Menschen übertragbar! Jeder Welpe muss gechipt sein und Sie erhalten die Chipnummer auf einem Aufkleber auf der FCI - Ahnentafel und im Impfpass. Der Züchter soll Ihnen mit Rat und Tat bei Seite stehen, vor allem müssen die Welpenkäufer darüber informiert werden, wie viel Übung und Bewegung der Welpe braucht und verträgt, ohne dass die Gefahr von bleibenden Hüftschäden durch Überbeanspruchungen beim Stiegen laufen oder Springen besteht.

Sie müssen von Ihrem Züchter genau darüber informiert werden, welche und wie viel Pflege Ihr Welpe braucht. Wir bieten unseren Welpenkäufern an, das Fell der Kleinen im ersten Jahr zu pflegen und den Besitzer dabei einzuschulen. Ein Welpe sollte von klein an daran gewöhnt werden, gekämmt, gebürstet und geschnitten zu werden, damit er später diese Dinge gelassen über sich ergehen lässt. Auch die Kontrolle von Zähnen, Ohren, Krallen und Geschlechtsteilen ist regelmäßig notwendig und muss geübt werden, denn bei einer Ausstellung will der Richter die Zähne und die Hoden der Rüden überprüfen, ohne dass der Hund dabei unruhig oder gar grantig wird!

Ein verantwortungsbewusster Züchter wird Ihnen jederzeit mit Ratschlägen zur Seite stehen und Ihnen seine Hilfe bei allen Problemen, die auftreten können, anbieten. Auch wird er Ihnen die Rücknahme des Hundes anbieten, sollte es Probleme geben.

 

Übertragungsschlüssel zwischen den verschiedenen Auswertungssystemen nach Clayton Jones (1997)

 

FCI Deutschland (FCI) UK one joint Hipscore Schweiz Schweden USA (OFA)
A(frei) A1 0 0 0 excellent
  A2 1-2 1-3   good
B (Verdacht) B1 4-6 3-4   fair
  B2 7-8 5-6   borderline
C (leicht) C1 9-12 7-9 1 mild
  C2 13-18 10-12   mild
D (mittel) D1 >18 13-15 2 moderate
  D2   16-18   moderate
E (schwer) E1   19-21 3 severe
  E2   22-24 4 severe


Ist ein IWS also der richtige Hund für Sie?

Ein IWS genießt es, immer in der Gesellschaft seiner Menschen zu sein! Sein überschwängliches Temperament wird in vielen Bereichen der Hundeausbildung geschätzt. Er gehört zu den mittelgroßen Rassen, ist kompakt und stark gebaut, hat ein charakteristisches Aussehen und er besitzt einen sehr aktiven Geist, der ihn zu Höchstleistungen befähigt, wenn er im Mittelpunkt seiner Familie lebt. Sie sollten aber schon etwas Hundeerfahrung mitbringen, wenn Sie sich für einen IWS entscheiden. Als Faustregel gilt, dass Hündinnen etwas einfacher zu führen sind als Rüden, die manchmal sehr eigenwillig sein können. Ursprünglich für die Verfolgung von Wild in den Sümpfen, Seen und Flussmündungen Irlands, sind diese Hunde mit außergewöhnlichen Sinnen ausgestattet, was man sich bei der Jagd, als Drogenspürhund oder Sprengstoffspürhund zu Nutzen macht. Der IWS reift recht langsam, lernt sehr schnell und Sie müssen sich erst seinen Respekt verdienen, bevor er für Sie Höchstleistungen vollbringt. Bei zu wenig Beschäftigung werden sie leicht gelangweilt und eigensinnig. Er benötigt aber von Anfang an gute und konsequente Ausbildung. Der IWS ist eine sehr aktive Rasse und braucht viel Bewegung. Er liebt Spiele und geht leidenschaftlich gerne ins Wasser, egal ob es kalt oder warm, klar oder schlammig ist! Als guter Familien- und Haushund ist der IWS bekannt für seine liebenswerte Art und Geselligkeit. Er ist sehr erfinderisch wenn es darum geht etwas zum Spielen zu finden und, da er mit besonders viel Humor ausgestattet ist, sich und andere als Clown zu unterhalten. Da fast alle IWS ziemlich futtergierig sind, muss man bei der Fütterung auf die Menge achten, die meist viel geringer sein muss, als man denkt, damit der IWS nicht dick wird! Das Fell des IWS hat eine tiefbraune leberähnliche Farbe. Er hat bis auf das Gesicht, den Schwanz und den Hals, die glatt sind, stark geringelte, lange Korkenzieherlocken und auf dem Kopf dichte Locken, die ihm bis zwischen die Augen fallen sollten. Auf keinen Fall sollte das Fell wollig sein! Das Fell braucht regelmäßige Pflege, damit es nicht verfilzt. Kämmen und Schneiden will gelernt sein! Füße und Ohren brauchen tägliche Kontrollen, da sich hier leicht Gräser und Samen anhängen, was zu Entzündungen führen kann. Wollen Sie Ihren Hund auf Ausstellungen zeigen, bedarf es vermehrter Pflege durch einen Profi, wobei diese Kosten zu bedenken sind. Der IWS haart nicht sehr , wenn er regelmäßig gekämmt wird und wird deshalb auch für Allergiker empfohlen. Es ist am besten, dies bei einem Züchter auszuprobieren! Die durchschnittliche Lebenserwartung des IWS beträgt laut Literatur 8 bis 12 Jahre. Als große Rasse ist der IWS gefährdet, Hüftgelenksdysplasie zu bekommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Elterntiere Ihres Welpen untersucht sind und Sie die Hüftbefunde zu sehen bekommen.

Wenn Sie also bereit sind, viel Zeit in der Gesellschaft Ihres IWS zu verbringen, Ausbildungen zu besuchen und sich mit dem Hund zu beschäftigen, werden Sie mit dieser Rasse viel Freude und viel Spaß haben. Dann ist der IWS der richtige Hund für Sie und Sie der richtige Mensch für einen IWS!

Auszugsweise aus www.irishwaterspaniels.org.uk